Wir bauen Brücken

Grossflächige Bodeninformationserfassung

Die Bernische Fachhochschule für Agrar- Forst und Lebensmittel, HAFL wurde beauftragt Methoden zu untersuchen und effiziente Methoden zu entwickeln die ermöglichen das landwirtschaftliche Kulturland optimal ökologisch zu nutzen. Für dieses Projekt wurde eine landwirtschaftlich genutzte Fläche von 50ha ausgewählt welche die gängigsten Bodencharakteristika aufweist.

Mit Hilfe von Spektralaufnahmen wird untersucht, ob sich diese Methode für die Praxis eignet grosse Gebiete zu kartieren.
Vorteil: Mit unserem fast lautlosen Elektrosegler können wir die Fläche von 50ha in 30 Minuten abfliegen.

Links:


Projekt GPS optimierte Düngung

Der Firma Estermann Lohnunternehmungen in Eschenbach/LU ist es ein wichtiges Anliegen, dass die bestellten Felder nicht überdüngt werden. Es wird nur soviel Dünger ausgebracht wie die Pflanzen aufnehmen können. Durch diese präzise Düngung gelangt praktisch kein Nitrat ins Grundwasser.

Unsere Beiträge:

  • Für die markierten Raps-, Weizen- und Mais-felder, 35ha wird das Wachstum und die Düngerwirkung mit einer Multispektralkamera erfasst und ausgewertet. Die Ernteertragserfassung erfolgt GPS genau und flächenspezifisch.
  • Auswerten der Korrelationen zwischen Bodenproben, Düngergaben und Ertrag. Diese Beobachtungen werden über eine Zeitspanne von 2-3 Jahre erfolgen.
  • (Reverse Engineering) anpassen der Shape Files an die GRIM Flüssigdüngerspritze

Zur Homepage der Firma Estermann:


Elektrosegler

Aargauer Zeitung / Beilage Landwirtschaft / August 2018

Um Entscheidungsgrundlagen über den Nähr- und Gesundheitszustand von pflanzlichen Kulturen zu erhalten gibt es verschiedene Möglichkeiten. In der heutigen Zeit liegt dies meist beim Landwirt, der über seine Felder schreitet und den Zustand beurteilt. Es bleibt dem geübten Auge vorbehalten, die Mängel auch zu sehen. Eine solche Besichtigung nimmt für ein Feld von einer Hektare schnell einmal eine Stunde in Anspruch, ohne dass der Zustand auf dem Feld dann irgend- wo dokumentiert wäre.

In Zukunft digital mit ÖkoFly

Ganz anders wird sich die Überwachung für den Landwirt gestalten, wenn das Produkt ÖkoFly auf den Markt kommt. Hier werden die Parzellen in wenigen Minuten mit einem Elektrosegler abgeflogen, der mittels Multispektral-Kamera den Zustand der Kulturen meldet. Diese Bilder geben Aufschluss über das Wachstum, den Düngezustand und über mögliche Krankheiten der Kulturen. Die grosse Herausforderung beim Projekt ist die Entwicklung der Software, die diese Parameter für den Anwender schnell und eindeutig sichtbar machen muss. Sind die Daten für den Anwender sichtbar, sind sie automatisch auch digital verfügbar und können für die Düngung und den Pflanzenschutz angewendet werden. Grosse Vorteile sehen die Tüftler von ÖkoFly bei der Früherkennung von Krankheiten. Einen Herd von nur wenigen Quadratmetern kann das Programm bereits erkennen. Kann man diesen Herd gezielt behandeln, erübrigt sich die Anwendung für die restliche Parzelle. Sowohl die Entwicklung des Elektroseglers, wie auch der Soft- ware für die Auswertung ist bereits weit fortgeschritten. Sie erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW), ETHZ und dem Landwirtschaftlichen Zentrum Liebegg.

Anwendung der Resultate über GPS

Ist der Traktor mit dem Düngerstreuer oder der Pflanzenschutzspritze mit einem GPS (Globales Positionierungssystem) ausgerüstet, kann die Düngung und/oder Pflanzenschutz auf einer Parzelle sehr unterschiedlich ausgeführt werden. Dank der eingelesenen Daten werden kranke Herde innerhalb der Parzelle automatisch behandelt, die gesunden bleiben unbehandelt. Bei der Düngung wird auf den Nährzustand der Pflanzen Rücksicht genommen und die Düngung erfolgt bedarfsgerecht. Dies alles kann auf den Quadratmeter genau angewendet wer- den. Gewinnerin dieser fortschrittlichen Technologien ist die Natur. Pflanzenschutzmittel und Dünger werden nur dort ausgebracht, wo es auch Sinn macht und die Ressourcen werden geschont.

Alles eine Frage der Kosten

Aber auch für die zukünftigen Anwender des Programms soll sich der Einsatz lohnen. Das Projekt ÖkoFly fokussiert sich darauf, die für das Precision Farming erforderlichen Daten kostengünstig und einfach zu erfassen und auszuwerten. Gemäss Jakob Strebel, Inhaber der TELL- net AG, darf das mehrmalige Überfliegen pro Hektare und Jahr nicht mehr als Fr. 50.- kosten. Zu diesen tiefen Kosten kommt man nur durch eine grosse Flugleistung und durch eine einfache Analyse der Daten. Wenn innert kurzer Zeit eine möglichst grosse Fläche überflogen wer- den kann, ist dieses Ziel als realistisch anzuschauen.

Copyright Tellnet AG 2021 ©

designed by Kathrin Strebel